Sehenswürdigkeiten in Aachen 
Sehenswürdigkeiten in Aachen

Sehenswürdigkeiten in Aachen


Aachener Dom

Die Stadt Aachen ist mit dem Namen und der Person von Kaiser Karl dem Großen eng verwoben. Als ein europäischer Herrscher mit christlichem Glauben war es selbstverständlich für ihn, auf der einen Seite seinen weltlichen Machtanspruch zu demonstrieren und auf der anderen Seite seinem Glauben nach außen zu dokumentieren. So ist es verständlich, dass Karl neben seiner Aachener Residenz auch eine Kirche bauen ließ. Der Hauptbau des Marienstifts, auch als Aachner Doms bezeichnet, stammt aus den Jahren um 800 n. Chr. und ist karolingischen Ursprungs. Über den Baubeginn und die exakten Baudaten lässt sich aus Mangel an Unterlagen wenig sagen. Allerdings steht fest, dass in den Jahren 786/787 italienischer Marmor nach Aachen geliefert wurde. Dieser wurde möglicherweise auch für den Marmorthron, der sich im Westwerk vor dem Taufstein befindet, verwendet. Mehr als 30 deutsche Könige haben nach ihrer Krönung diesen Thron bestiegen. Der typisch karolingische Bau in dem Stile von Tonnengewölben ist nach seiner Fertigstellung das beherrschende Bauwerk nördlich der Alpen. In seiner Höhe und Gewölbeweite ist er unübertroffen. Im Zentralbau der Kirche befinden sich beeindruckende Zeugnisse einer versunkenen Handwerkskunst. Zu nennen sind hier die Bronzegitter der Empore, die Bronzetore der Haupt- und Nebeneingänge sowie die Portaltür (Wolfstür) im Westbau der Kirche. Nach karolingischer Tradition sind sie vor 1200 Jahren in einem schwierigen Gussverfahren aus einem Stück gegossen worden. Um das Hauptwerk der Kirche verteilen sich mehrere Seitenkapellen. So sind hier hauptsächlich die Matthiaskapelle, die Annakapelle, die Ungarnkapelle, die ursprünglich für ungarische Pilger errichtet wurde, die Nikolaus- und Michaeliskapelle, die als Begräbnisort für die Stiftsherren fungierte und nördlich vom Hauptwerk die Karls- und Hubertuskapelle zu nennen.


Suermond-Ludwig-Museum

Die Stadt Aachen mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte, ihren zahlreichen Baudenkmälern aus allen Zeitepochen und ihren musealen Einrichtungen, beherbergt eine große Anzahl von kultur-und stadtgeschichtlich engagierten Einwohnern. Viele interessierte Bürger der Stadt unterstützen diese in ihrem Engagement die vielfältige Stadtgeschichte Aachens für alle Besucher und Touristen erlebbar zu gestalten. So arbeiten honorige Bürger im seit dem Jahr 1877 gegrünteten Aachener Museumsverein und schreiben mit ihrer Arbeit selbst ein gutes Stück Stadtgeschichte. Eine Vielzahl musealer Einrichtungen sind Ausdruck ihrer immerwährenden Geschichtspflege und Öffentlichkeitsarbeit. Die erste dieser durch den Verein hervorgebrachten museale Einrichtung wurde 1883 in der „Alten Redoute“, dem Anbau an das Alte Kurhaus der Stadt, eingeweiht und trägt den Namenszug ihres Stifters, Barthold Suermond. Nach dem Aufkauf des Stadtpalais, besser bekannt als Villa Cassaletta, erhielt das Suermond-Ludwig-Museum ab dem Jahr 1901 eine würdige Umgebung für seine exponierten Ausstellungsstücke. Durch die Bemühungen des Vereines und zahlreicher Privatspenden, wurde dieses Gebäude stetig um-und ausgebaut und empfängt heute den Besucher in vielfältigen Ausstellungsräumen in einem zweigeschossigen Galerietrakt und einem modernen Museums-Anbau. Die zahlreichen Besucher des Museums können in diesem Ausstellungsexponate zur Entwicklung von Malerei und Plastik aus dem 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart besichtigen. Ein besonderes Glanzstück des Museums ist die umfangreiche Sammlung antiker Handzeichnungen und Vasenmalereien und die sich im Kupferstichkabinett befindlichen Aquarelle und Grafiken so großer Künstler wie Albrecht Dürer, Rembrandt oder Francisco de Goya. Das Suermond-Ludwig-Museum befindet sich östlich des Aachener Doms, in der Aachener Wilhelmstraße. Der interessierte Besucher kann es in nur 10 Minuten Fußweg sehr schnell erreichen. Während der Ferienzeit bietet das Museum ein sehr reiches Angebot vonmuseumspädagogischen Veranstaltungen und Führungen, speziell für unsere Kleinsten an.


Abtei Burtscheid

Die Geschichte der altehrwürdigen Stadt Aachen wurde wesentlich durch den Einfluss der mittelalterlichen Kirche des ehemaligen Ottomaischen Deutschen Reiches bestimmt. So konnten die ehemaligen deutschen Kaiser in der Kaiserpfalz Aachen nur dann gekrönt werden, wenn sie dem Papst und dem Erzbischof von Aachen genehm waren. Die Kirche besaß gerade im Erzbistum Aachen eine unermessliche Machtfülle und ein gehöriges Mitbestimmungsrecht in der Entwicklung der Stadt. Ein beredtes Zeugnis aus diesem Stück Vergangenheit, liefern uns die noch heute erhalten gebliebenen sakralen Kirchen- und Klosterbauwerke innerhalb und außerhalb der ehemaligen historischen Stadtgrenzen Aachens. Bei einem Besuch der Stadt, können wir viele geschichtsträchtige Sehenswürdigkeiten bewundern, welches dieses Stück Vergangenheit erlebbar machen. Eine dieser Sehenswürdigkeiten befindet sich im heutigen Aachener Stadtteil Burtscheid. Die kleine Ortschaft Burtscheid am südöstlichen Teil der Stadt Aachen gelegen, war früher eine eigenständige Gemeinde und ist im Rahmen der Gebietsaufteilung um die Stadt Aachen, in den 70’er Jahren eingemeindet wurden. Im ehemaligen Ottomanischen Deutschen Reich, war sie eine eigenständige Reichsabtei, deren Reichsunmittelbarkeit auf einen urkundlich verbrieften Erlass Konrad III. hervorgeht. Von Kaiser Otto III im Jahre 997 als Benediktinerkloster gestiftet, erhielt es seine ländliche Erweiterung durch die Schenkung von Land aus dem Besitz Heinrich II. im Jahre 1018. In der Folge ihrer Abteigeschichte wurde das ehemalige Benediktinerkloster in ein Kloster der Zisterzienserinnen umgewandelt, welches bis zum Jahr 1802 betrieben wurde. Zu den noch heute erhaltenen Gebäuden der Abtei zählen die herrliche mit vielen Elementen des Barockstils erhaltene Abteikirche aus dem Jahre 1741, mit ihrer einzigartigen Kirchturmkuppel und der nach Norden gewanden Schmuckfassade, sowie das Abtei Tor aus dem Jahre 1644 in seinem einmaligen Baustil der Maas-Renaissance. Für die alljährlich die ehemalige Abtei besuchenden Touristen, ist die Besichtigung des Abteischatzes ein ganz besonderes Highlight jeder Ausflugstour. Zu diesem gehören ein große Anzahl von kirchlichen Ausstattungsgegenständen und Reliquien wie, Monstranzen, Kelche, Skulpturen, Gewandreste, Ikonen und Reliquiare aus der Zeit vom 12. Bis 17. Jahrhundert.


St. Paul Kirche

Unweit des Aachener Domes befindet sich in der Paulusstraße ein weiteres sakrales Bauwerk der Stadt Aachen. Es ist die altehrwürdige St. Pauls Kirche. Sie ist die wieder aufgebaute, altehrwürdige ehemalige Klosterkirche der Dominikaner. Diese aus dem 15 Jahrhundert stammende Kirche, befindet sich auf dem einstigen Gelände des hier ansässigen Dominikaner-Klosters. Dieses Kloster wurde im Jahr 1802 aufgelöst und aufgegeben. Von ihm ist nur die noch heute existierende und im letzten Weltkrieg stark zerstörte ehemalige Klosterkirche erhalten geblieben. Einst eine Klosterkirche, wurde sie nach der Klosteraufgabe als Pfarrkirche genutzt und im Jahre 1826 in den Status einer Hauptpfarrkirche erhoben. Mehrfach wurde die St. Paul Kirche im Laufe der Jahrhunderte ihres Bestehens um-und aufgebaut. Ehemals eine spätgotische Hallenkirche mit den typischen Stilelementen der damaligen Zeit, wurde sie nach mehrmaligen Kriegszerstörungen als Klassizistischer Bau im Jahre 1822 aufgebaut. Vorlage für den Aufbau des Kirchenbauwerkes waren hierbei die Baupläne der berühmten klassizistischen Baumeister J.P.Krämer und K.F. Schinkel. Wie so viele Kirchen In Deutschland, wurde auch die St. Paul Kirche in den Wirren des Zweiten Weltkrieges ein Opfer anglo-amerikanischer Bombenangriffe. Bei einem massiven Luftangriff der Alliierten auf Aachen, vernichteten Bomben die Kirche St. Paul. Nur mit viel Mühe und dem großen Engagement der Stadt Aachen und ihrer Bewohner, wurde das Kirchenbauwerk in der Zeit von 1951 bis 1955 wieder aufgebaut. Zum heutigen Anwesen der Kirche gehört auch ein 2000 Quadratmeter großes Kirchengrundstück unmittelbar neben der Kirche, welches das Pfarrbüro, das Pfarrheim und die Unterkunft des Domkapellmeisters der Stadt Aachen beherbergt.


Grashaus

Die historischen Häuser und Baudenkmäler der Stadt Aachen, können uns noch heute viele Geschichten über die Entstehung und Entwicklung der Stadt erzählen. So findet man am Fischmarkt in der historischen Altstadt, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Aachener Dom gelegen, die Überreste des wohl ersten Rathauses in der Stadtgeschichte Aachens. Es ist das berühmte "Grashaus", welches mit seiner noch heute erhaltenen reich verzierten Fassade von der Blütezeit der einstigen mittelalterlichen Stadt kündet. Das von den Stadtchronisten als „burgerhys“ oder auch lateinisch als „domus civium“ in ihren Schriften urkundlich erwähnte Gebäude, wurde im Jahre 1267 errichtet. Seine Bezeichnung als „Grashaus“ wird von Historikern darauf gedeutet, dass es sich zu damaligen Zeit auf dem Grund und Boden eines mittelalterlichen Dorfangers befand, auf denen sowohl Volksfeste wie auch Hinrichtungen abgehalten wurden. Archäologische Grabungen bewiesen jedoch, dass die Grundmauern auf denen das heute uns erhaltene „Grashaus“ erbaut wurde, weit in die Zeit der Karolingern reichen. Die Erbauung dieses ersten Rathauses der Stadt Aachen, bildete aber auch einen Meilenstein in der Stadtgeschichtlichen Entwicklung. Es verkörperte das Selbstvertrauen der erstarkenden Aachener Bürgerschaft mit ihrem Streben nach Mitbestimmung und Bürgerrechte. Nach der Errichtung des Neuen Rathauses auf den Grundmauern der ehemaligen Kaiserpfalz, verlor das „Grashaus“ für die Bürger Aachens immer mehr an Bedeutung. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wurde dieses Gebäude als Gerichtssitz und als Städtisches Gefängnis benutzt. Von dem einstmals in den überlieferten historischen Schriften beschriebenen, prunkvollen Inneren des „Grashause“, ist leider nichts mehr vorhanden. Ursache hierfür sind die Umbauten am Gebäude nach dem es ebenso wie viele andere Aachener Häuser beim Großen Brand in Aachen im Jahre 1656, stark beschädigt wurde. Einzig die noch heute erhaltene gotische Schmuckfassade mit ihren vielen Spitzbogenfenstern und den der Stilepoche entsprechenden Schmuckelementen, kündet von dem ehemaligen Glanz und Einfluss, welcher von diesem geschichtsträchtigem Hause aus ging.


St. Kornelius Kirche

Etwas Außerhalb des Stadtzentrums von Aachen, befindet sich im südöstlichen Stadtteil Kornelimünster die frühere Abtei-, und heutige Pfarrkirche St. Kornelius. Am besten erreicht man den Standort der Kirche, wenn man der B258 aus Richtung Stadtmitte nach Kornelimünster folgt. Mit dem Auto ist unser Fahrziel in etwa 20 Minuten erreicht. Der heutige Aachener Stadtteil Kornelimünster, war bis zum Jahr 1972 eine eigenständige Münsterländische Ortschaft und wurde im Rahmen der Gebietsaufteilung um die Stadt Achen, als südöstlichster Stadtbezirk zur Stadt Aachen eingemeindet. Kornelimünsters Ortsgeschichte ist eng mit der Aachens verbunden und hatte für die Stadt selbst, eine große Bedeutung. Von den Chronisten in den historischen Schriften Ludwigs des Frommen erstmals im Weihejahr der Kirche 817 erwähnt, war sie fortan Kloster- und Wallfahrtskirche des gleichnamigen Klosters Sankt Kornelius. Dieses sich hier befindliche und bis zum Jahr 1802 bestehende Kloster und sein Abt, besaß nach dem Erzbischof von Köln, das beurkundete Recht auf das Krönungsprivileg und zur Durchführung der kirchlichen Krönungszeremonie für deutsche Kaiser. Noch heute besitzt Kornelimünster eine hohe kirchliche Bedeutung als Ziel der alle sieben Jahre stattfindenden “Heiligtumsfahrt Kornelimünster“. Die heutige Kirche St. Kornelius ist jedoch nicht der Originalkirchenbau aus dem Jahre 817. Die Vorgängerkirche wurde im Verlaufe der zurückliegenden Jahrhunderte mehrmals zerstört und anschließend wieder aufgebaut. So wurde St.Kornelius erstmals in der Zeit zwischen den Jahren 881 und 892 durch die barbarischen Überfälle der Normannen und das zweite Mal in ihrer Geschichte, bei der Brandschatzung des Klosters mitsamt der Kirche durch die Aachener Bürgerschaft in Jahre 1310, bis auf die Grundmauern zertsört. In der Architektonischen Form sind die vielfältigen Um-, An- und Neubauten durch die in der äußeren Gestalt der Kirche zu erkennenden Baustile ersichtlich. Einst als dreischiffige gotische Basilika erbaut, wurden im Verlauf des Mittelalters zuerst die gotische Chorhalle und dann die südlichen- und nördlichen Seitenflügel der Kirche angebaut. Die sehr schöne Ansicht der Barockkapelle erhielt die Kirche mit dem Abschluss der Aufbauarbeiten im Jahr 1706. Aber nicht nur die interessante Architektur der Kirche, sondern auch deren reichhaltige Ausstattung in ihren Inneren, macht die Kirche zu einem beliebten Besuchsobjekt. Hierbei sind der beindruckende und prächtig ausgeschmückte Hochaltar aus dem Jahr 1750 und das Chorgestühl aus dem Jahr 1320, als ein Beispiel von vielen anderen Kirchenreliquien mehr, zu nennen.


St. Nikolaus Kirche

Mitten im Aachener Stadtzentrum befindet sich ein weiteres die Stadt prägendes Kirchen Bauwerk, die St. Nikolaus Kirche. Besucher und Touristen, welche die geschichtsträchtige ehemalige Kaiserpfalz mit ihrer Großzahl von kulturhistorisch wertvollen Baudenkmälern besuchen, können dieses sakrale Bauwerk nicht verfehlen. Die St. Nikolaus Kirche befindet sich nur 7 Minuten Fußweg vom Aachener Dom entfernt, in der Fußgängerzone der Großkölnstarße. Inmitten des ehemaligen inneren Grabenringes der alten Befestigungsanlage in der Altstadt, wurde diese Kirche im Jahre 1327 geweiht und diente nach Aussage der überlieferten historische Schriften, als Klosterkirche des an dieser Stelle ehemals ansässigen Franziskaner Klosters. Die St. Nikolaus Kirche ist eine im Baustil der Gotik erbautes dreischiffiges Bauwerk mit einem langgezogenen Chorraum und Kapelle. In dem Chorraum, dem einstigen Bet-und Versammlungsraum der Franziskanermönche, befinden sich heute keine Kirchenbänke mehr, da dieser von der Gemeinde St.Nikolaus, wie auch von der Stadt Achen als Ausstellungs-und Veranstaltungsraum für mannigfaltige kirchliche-und weltliche Ausstellungen und Konzerte genutzt wird. Die Kapelle der Kirche wurde 2008 um-und ausgebaut. Es entstand ein Gebets- und Meditationsraum, für alle die Kirche besuchenden Gläubigen und Besucher. Besonders erwähnenswert ist die Integration moderner Kirchenkunst in die vorhandene altehrwürdige gotische Bauart des Gebäudes. So wurde die Verglasung der Kapellenfenster mit Motiven moderner Kirchenkünstler zu den Themen Abendmahl, Evangelium und Taufe gestaltet. Aus der einstigen Klosterkirche der Franziskanermönche, hat sich die St. Nikolaus Kirche zu einer ökumenischen Citykirche gewandelt. Die heutzutage von der evangelischen wie auch katholischen Kirche durchgeführte Seelsorge, richtet sich an alle interessierten Menschen der Stadt, welche mehr über den Glauben des Christentums erfahren möchten. Auch die tätige Seelsorge für alle hilfsbedürftigen Menschen der Stadt, wird in dieser ökumenischen Kircheneinrichtung in das tägliche Leben umgesetzt.


Fernmeldemuseum

Ein Besuch der Stadt Aachen mit seinen mannigfaltigen Baudenkmälern, historischen Gebäuden und musealen Einrichtungen ist immer lohnenswert. Zu jeder Jahreszeit und auch bei schlechtem Wetter, findet man in dieser Stadt ein passendes Ausflugsziel und jede Menge an Möglichkeiten um einen Ausflug oder eine Besichtigung zu einem richtigen Erlebnis werden zulassen. Ein solches Ausflugsziel, ist das Fernmeldemuseum in Aachen. Man erreicht es in ca. 15 Minuten Autofahrt über die Stadtautobahn und dann weiter entlang der Bundesstraße 57 in Richtung Würselen. Gegenüber der Eissporthalle befindet sich die Einfahrt in die Am Gut Wolf Straße, welche einen direkt zu unserem Ausflugsziel führt. Auf insgesamt 360 Quadratmetern Ausstellungsfläche erlebt man als Besucher die Welt der Fernmeldetechnik von ihren Anfängen bis zur Gegenwart. Ein ganz besonderes Highlight dieses Museum ist die Tatsache, dass man die Ausstellungsstücke nicht nur besichtigen kann, sondern auch selbst ausprobieren und anfassen darf. Dieser Umstand macht einen Besuch des Museums mit unseren Kleinsten zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die Entstehung dieses Museums ist besonders mit der Wiedervereinigung Deutschlands verknüpft. Anfang der 90-iger Jahre wurde in den Einrichtungen der ehemaligen DDR-Post eine Unmenge von Fernmeldetechnik ausgebaut, welche in der Bundesrepublik schon jahrzehntelang nicht mehr existierte. Diese Fernmeldetechnischen Anlagen, zum Teil aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts bereicherten die bestehende Sammlung ehemaliger analoger Fernmeldetechnik des heutigen Museums immens. Mit dieser Sammlung historischer Fernmeldetechnik wurde das Museum im Herbst 2000 für die Bevölkerung geöffnet. Die Sammlung des Museum ist thematisch geordnet, wobei die Einsatzgebiete der ausgestellten Technik die Grundlage für diese Ordnung darstellt. Alle im Erlebnismuseum ausgestellten Exponate sind voll funktionstüchtig und übersichtlich aufgebaut. Nur der unermüdlichen Kleinarbeit der ehrenamtlichen Mitglieder des 1996 gegründeten „Verein der Förderer des Fernmeldemuseums Aachen e.V.“ ist es zu verdanken, dass die Stadt Aachen über diese in ihrer Präsentation einmalige museale Einrichtung verfügt.


Haus Löwenstein

Die Entwicklung der Stadt Aachen und ihrer uns heute erhalten gebliebenen Stadtansicht wurde nicht nur durch die gesellschaftlichen und politischen Ereignissen der Stadtgeschichte geprägt, sondern auch von kriegerischen Auseinandersetzungen und Katastrophen. Eine der größten Katastrophen in der Geschichte der Stadt Aachen ist jedoch die in den Annalen der Stadtgeschichte eingegangene Große Brandkatastrophe von 1656. Es dauerte nicht einmal einen Tag bis das von der Mittelalterlichen Bäckerei des Bäckermeisters Plaw, welche sich etwas unterhalb der Jacobstarße befand, fast die ganze Innenstadt Aachens ein Opfer der verheerenden Flammen wurde. Nach den Überlieferungen der Stadtchronik wurden bei dieser Feuersbrunst allein 4664 von den in der Stadt erbauten 5300 Häusern vernichtet. Nur ein kläglicher Teil dieser Häuser blieb ohne jegliche Schäden. Unter diesen Häusern befanden sich das Aachener Neue Rathaus und einige Bürgerhäuser. Diese zählen in unserer heutigen Zeit zu den besonders wertvollen Bauwerken Aachens. Eines dieser Bauwerke ist das Haus Löwenstein. Die Chronisten und Urkunden der Stadt können uns leider kein genaues Jahr der Erbauung dieses Hauses überliefern, jedoch nehmen Archäologen und andere Wissenschaftler an, daß nach den neuesten Erkenntnissen aus Grabungen in diesem Gebiet, das Haus Löwenstein nach dem ersten Großen Stadtbrand im Jahr 1344 erbaut wurde. In der Geschichte des Gebäudes wurde dieses als Herberge, Gaststätte und Wohnhaus genutzt. Die Stadthistoriker Aachens, deuten den bezeichnenden Namen des Gebäudes, auf einen Zusammenhang mit der damals in Aachen ansässigen Adelsfamilie Löwenstein, welche urkundlich erwiesen ihren Wohnsitz in Aachen im Jahre 1478 hatte. Mehrmals wurde dieses Gebäude in den Annalen der Stadtgeschichte als ein Haus von gewichtiger Bedeutung namentlich benannt. So auch im Mittelalter, wo die Handwerker der Stadt und ihre Zunftvertretungen um mehre Rechte als Bürger und um Stimmrechte in der Bürgervertretung Aachens rangen. Zu dieser Zeit war das Haus ein Treffpunkt der Handwerkerzunft mit dem bezeichnenden Namen „Zunft zum Löwenstein“. In der Gegenwart wird das historisch wertvolle Haus als Archiv der Aachener Karnevalsvereine und Vereinseigenes Museum genutzt und trägt damit bei, die Traditionen der Stadt Aachen für die Zukunft zu bewahren.


St. Johann Baptist Kirche

Für viele tausende Besucher und Touristen ist die Stadt Aachen alljährlich ein beliebter Urlaubsort und Ausflugsziel. Sie bietet für Jung und Alt eine große Angebotspalette von attraktiven historischen Sehenswürdigkeiten, in einer Atmosphäre von erlebbarer Stadtgeschichte. Ein beliebter Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt Achen ist der im historischen Stadtkern gelegene Aachener Dom, von dem man in alle Richtungen der Stadt zu Fuß oder am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu allen die Stadt Aachen berühmt gemachten Baudenkmälern gelangt. Innerhalb der Stadt Aachen gibt es viele sakrale Baudenkmäler, welche auf ihre Art und Weise die Entwicklung der Stadt und ihre wechselhafte Historie wiederspiegeln. Eine der vielen Restaurierten und mit großer Sorgfalt erhaltenen Kirchen, ist die Kirche St. Johann Baptist mit ihrem berühmten Kirchenschatz. Diese, etwas südöstlich vom Aachener Dom gelegene Kirche erreicht man am besten, indem man vom Dom aus der Theaterstraße in Richtung Hauptbahnhof folgt und dort die Wilhelmstraße bis zur Dammstraße in Richtung Marienhospital entlang spaziert. Linker Hand der Dammstraße findet man die im Stile des Barock in den Jahren1736 bis 1754 erbaute Kirche. Diese nach den Bauplänen des großen Barocken Baumeisters J.J. Couven errichtete Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg bei den schweren Luftangriffen der Alliierten im April 1944 stark beschädigt. Die Kuppel der Kirche, sowie der gesamte Innenraum fiel dem Feuer anheim. Nur die Außenmauern der Kirche überlebten diese Luftangriffe mit etlichen schweren Schäden. Der Wiederaufbau der Kirche St. Johann Baptist, zog sich von 1946 bis 1976 hin, in dessen Verlauf vielfältige Restaurationsarbeiten die Kirche in den Glanz erstrahlen ließ, indem sie uns heute begegnet. Jedes Jahr besuchen viele Touristen und Schulklassen den weit über die Aachener Stadtgrenzen berühmt gewordenen Schatz der St. Johann Baptist Kirche. Dieser als Schausammlung öffentlich ausgestellte Kirchenschatz, besteht aus dem berühmten griechischen Doppelkreuz, einer byzantinischen Ikone und anderer Kirchenreliquien. Viel von diesen unersetzlichen Reliquien sind in kostbar verzierten Schreinen aufbewahrt und machen eine Besichtigung des Schatzes zu einem unvergesslichen musealen Ereignis.


Couven-Museum

Neben den unzähligen Baudenkmälern der Stadt Aachen, gibt es für die alljährlich die Stadt besuchenden Touristen eine Vielzahl von interessanten musealen Einrichtungen, welche mit ihren Sammlungen und Ausstellungen die Darstellung der Stadtentwicklung Aachens abrunden. Eine ganz besondere museale Einrichtung, welche gleichzeitig in einem der schönsten erhaltenen Rokoko Häuser der Stadt untergebracht ist, ist das Couven-Museum der Stadt Aachen. Es befindet sich am Hühnermarkt 17 im Aachener Stadtteil Beverau. Dieser ist südlich des historischen Stadtkerns von Aachen gelegen und jederzeit gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt erreichbar. Dieses Museum der Stadt Aachen, wurde zu Ehren des großen klassizistischen Baumeisters J.J. Couven, mit einer der größten Schausammlungen von Möbeln eröffnet. In Achen und seiner weiteren Umgebung ist diese museale Einrichtung auch als das „Aachener Wohnzimmer“ bestens bekannt. Es repräsentiert in seinen Ausstellungsräumen die Entwicklung der Wohnkultur in der Zeit des Rokoko bis hinein in die Frühzeit des Klassizismus. Gleichfalls mit vielen Ausstellungsexponaten vertreten, ist die Dauerausstellung von Möbeln und Einrichtungsgegenständen aus der Blütezeit des napoleonischen Empirestils bis zur Zeit des Biedermeiers. Die mehr als 50 Jahre existierende museale Einrichtung ist standesgemäß in einem Haus des Namensgebers des Museums, J.J. Couven untergebracht, welches im Jahre 1786 erbaut wurde. Mit seinen vielfältigen wechselnden thematischen Ausstellungen, gibt das Museum einen guten Überblick über die Entwicklung von Innenarchitektur und adeliger, wie auch bürgerlicher Wohnwelten der Stadt Achen. Mit der diesem Museum eigenen charmanten Art Geschichte der Stadt Achen lebendig darzustellen, leistet das Museum und seine Crew einen wesentlichen kulturellen Beitrag zur öffentlichen Darstellung Aachener Stadtgeschichte im Wandel der Zeiten.


Aachener Weihnachtsmarkt

Die Stadt Aachen ist berühmt für ihre vielfältigen Kulturellen Events und Höhepunkte, welche alljährich tausende von Besuchern und Touristen aus der ganzen Welt anziehen. Einer dieser Höhepunkt findet alljährlich im winterlichen Ambiente der Adventszeit, rund um den Dom und das altehrwürdige Rathaus statt. Es ist der weithin berühmte Aachener Weihnachtsmarkt, welcher alljährlich vom 21.November bis zum 23. Dezember seine Pforten für Jung und Alt öffnet. Wen erstaunt es da, dass alljährlich fast zwei Millionen Besucher diesen im winterlich romantischen Flair der historischen Aachener Altstadt gelegenen Weihnachtsmarkt besuchen. Den Besucher erwartet ein buntes vorweihnachtliches Programm mit den zum Weihnachtsbrauchtum gehörenden musikalischen Darbietungen und Konzerten. Hierbei gibt es für alle Altersgruppen und Besucher etwas zu hören, wie etwa die musikalischen Darbietungen der regionalen Volkskunstensembles oder aber die umfangreichen kirchlichen musikalischen Aufführungen der verschiedenen Kirchenchöre der umliegenden Gemeinden. Umrahmt wird dieses alljährlich stattfindende Ereignis mit dem Duft frischen Glühweins, gebrannter Mandel und weihnachtlichen Gebäcks. Der Aachener Weihnachtsmarkt blickt auf eine lange Tradition zurück. Einst wurde er in der Region als der „Printenmarkt“ bezeichnet und fand rund um den Elisenbrunnen statt. Im Zuge der jährlich wachsenden Besucherzahlen des Weihnachtsmarktes wurde er seit dem Anfang der 70iger Jahre auf dem Gelände rund um den Aachener Dom und dem Rathaus abgehalten. Eine Vielzahl von gastronomischen Einrichtungen und traditionelle Weihnachtliche Verkaufsstände, laden mit ihren weihnachtlich ausgeschmückten Verkaufsständen zu einem umfangreichen Einkauf der typischen Weihnachtsgeschenke ein und bieten erschöpften Besuchern die Möglichkeit, sich bei regionalen Köstlichkeiten aus Küche und Braustube zu erholen. Wen wundert es dann noch, dass der Aachener Weihnachtsmart nicht nur einer der beliebtesten, sondern auch noch einer der drei größten Weihnachtsmärkte in Deutschlands ist.


St. Foillan Kirche

Besucher und Touristen der altehrwürdigen Stadt Aachen schätzen die vielen sakralen Baudenkmäler dieser Stadt. Neben den in seiner Architektonik und den Sehenswürdigkeiten im Inneren des Aachener Doms, weltweit bekanntesten Kirchenbauwerkes der Stadt, gibt es noch eine Vielzahl von Kirchen die mit ihren unverwechselbaren Silhouetten das Bild der Stadt Achen prägen. Eine dieser Kirchen ist die St. Foillan Kirche. Man findet diese Kirche in unmittelbarer Nähe des Kölner Doms, direkt im Zentrum der Altstadt, am Münsterplatz. Unverwechselbar ziert diese Kirche mit ihrem langaufragenden gotischen Spitzturm, die Ansicht der Stadt Aachen. Sie ist in der Stadt Aachen die erste in der Stadtgeschichte erbaute Pfarrkirche und hatte neben dem Dom eine stadtgeschichtlich zentrale Bedeutung. Der Aachener Dom im Jahre 800 als Kirchenhaus Karls des Großen erbaut, war dem damaligen Adel zur Durchführung der Gottesdienste vorbehalten. Die Bürger der Stadt und das gemeine Volk, zelebrierten ihre Gottesdienste in der heutigen St. Foillan Kirche. Die damaligen Chronisten und Stadtschreiber erwähnten erstmalig am Ort der heutigen St. Foillan Kirche, eine romanische Pfarrkirche um das Jahr 1150. Die heutige Kirche wurde durch die stetigen Um-und Ausbauten leide nicht im damaligen Baustil erhalten. So erhielt sie im Jahre 1414 eine neugotische Chorhalle und gleichzeitig ersetzte man das ehemalige romanische Seitenschiff und den Chor durch gotische Umbauten. Lediglich am Turm der Kirche sind noch vereinzelte Elemente des ursprünglichen romanischen Bauwerkes erhalten. Die Kirche birgt in ihrem Inneren eine große Anzahl von Sehenswerten Kirchlichen Reliquien und Ausstattungsgegenständen. So sind hierfür insbesondere die vielen Skulpturen, wie die „Schöne Madonna von Foillan“ aus dem Jahr 1410 oder die aus dem 16. Jahrhundert stammenden Skulptur des „Schmerzenmannes“ besonders zu erwähnen.


Internationales Zeitungsmuseum

In der Stadt Aachen finden sich nicht nur vielfältige geschichtliche Baudenkmäler aus den Unterschiedlichen Entwicklungsstadien der städtischen Geschichte, sondern auch die unterschiedlichsten musealen Einrichtungen. So besitzt die Stadt Aachen eine von zwei in Deutschland vorhandenen musealen Einrichtungen, welche sich mit der Entwicklung des Zeitungswesens beschäftigen. Das in der Stadt Aachen ansässige Internationale Zeitungsmuseum befindet sich in unmittelbarer Nähe des Rathauses, in der Pontstraße. Dieses im Jahre 1931 eingerichtete Museum, verdankt sein Bestehen der Sammlungsleidenschaft des früheren Bürgermeisters von Rheine. Oscar von Forckenbeck legte im Jahr 1886 mit seiner wohl umfangreichsten Sammlung von Internationalen Zeitungen den Grundstein für das heutige Internationale Zeitungsmuseum. Seine umfangreichen, auf vielen Reisen gesammelten Zeitungsexponate, begann er erstmals 1889 der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die im Museum ausgestellten Zeitungs- und Druckexponate, sowie die im Fundus lagernden Asservate, belaufen sich auf fast Zweihunderttausend Exponate. Zielsetzung des Museums mit seiner Dauerausstellung ist es, dem Besucher einen Überblick über die Entwicklung des Pressewesens im Nationalen und Internationalen Umfang zu geben, sowie Journalistische Vielfalt der Beiträge im Zeitungswesen zu dokumentieren. Alljährlich besichtigen eine Vielzahl von Besuchern diese mit viel Akribie und Sammlungsleidenschaft ständig sich vergrößernde Sammlung. In ihr sind aus allen Regionen unserer Welt Zeitungen und Druckerzeugnisse vertreten und werden den erstaunten Zuschauer in all ihre Vielfalt präsentiert. Jedoch nicht nur das Internationale Zeitungsmuseum ist einen Ausflug wert, sondern auch das Gebäude in dem sich dieses befindet. Das alteingesessenen Aachener besser als das „Große Haus“ bekannte Gebäude in der Pontstraße, ist das einzige Wohnhaus der historischen Innenstadt welches das von den Stadtchronisten als „Großen Aachener Stadtbrand“ im Jahre 1656 beschriebene Flammeninferno ohne große Schäden überstanden hat und heute ein weithin berühmtes Baudenkmal der Stadt Aachen darstellt.


Elisenbrunnen

Schon die alten Römer nutzten die heißen Quellen von Aachen als Thermen, und seit ewigen Zeiten ist die Stadt wegen ihrer Thermalquellen als Bade- und Kurort bekannt. Zum Ende des 17. Jahrhunderts kam es besonders in Mode, und viele Adelige, ja sogar gekrönte Häupter und eine Menge anderer Prominenter besuchten das Bad. Die „Kaiserquelle“ galt als Heilwasser und rund um diese Quelle wurde 1822 bis 1827 eine Brunnen- und Wandelhalle gebaut, der nach Kronprinzessin Elisabeth von Bayern, der Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. und Gemahlin des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., der Namen Elisenbrunnen gegeben wurde. Der Elisenbrunnen wurde im gleichen – streng klassizistischen – Stil gebaut wie das in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Stadttheater, dessen Bau im gleichen Jahr begonnen wurde. Das Gebäude des Elisenbrunnens besteht aus einer Halle mit Säulenvorbau sowie mehreren Räumlichkeiten. Aus 2 Trinkbrunnen sprudelt das heiße Thermalwasser aus der „Kaiserquelle“, das stark schwefelhaltig ist und dadurch einen charakteristischen Geruch verströmt. Marmortafeln erinnern an die berühmten Besucher der Stadt, denn auch Peter der Große, Friedrich der Große, Georg Friedrich Händel oder Casanova z. B. konnten in Aachen als Kurgäste begrüßt werden. Im zweiten Weltkrieg sorgten Bombenangriffe für die fast komplette Zerstörung des Elisenbrunnens, er wurde jedoch Anfang der 50iger Jahre originalgetreu wieder aufgebaut und um einen Restaurant-Trakt erweitert. Die Fertigstellung erfolgte 1953. Bei dem Bauwerk handelt es sich um das Wahrzeichen von Aachen. Selbst der Standort, der Friedrich-Wilhelm-Platz, ist bei den Bürgern insgesamt besser als Elisenbrunnen bekannt. Dort kann man einen herrlichen Blick auf den Dom genießen, und es trifft sich Jung und Alt. Der Elisenbrunnen ist heute Teil der sogenannten Elisengalerie, einer Fußgängerzone in Aachen, die durch ihre schöne Gestaltung auffällt und einlädt.


Domschatzkammer

In der Aachener Domschatzkammer befinden sich die bedeutendsten Kirchenschätze von ganz Europa. Es ist eine Sammlung von Exponaten aus der Geschichte des Aachener Doms. 1995 wurde die Kammer neu eingerichtet. Hierbei achtete man auf die neusten Konservierungstechniken. Die Räume umfassen ca. 600 qm und beinhaltet mehr als 100 Exponate. Diese sind in 5 Kategorien eingeteilt. Die erste Kategorie zeigt den Dom als Kirche Karls des Großen. Die Karlsbüste steht hier im Mittelpunkt. Sie ist teilweise vergoldet. Die zweite Abteilung befasst sich mit der Liturgie am Aachener Dom. Hier ist das Lotharkreuz und der Aachener Altar erwähnenswert. Ein Weihwassergefäß aus Elfenbein ist ebenfalls zu finden. Die Kunststücke sind die dritte Abteilung anlässlich der Königskrönungen zwischen 936 und 1531. Weitere Themen sind die Wallfahrt nach Aachen und die Reliquien. Zahlreiche ungarische Stiftungen sind hier zu finden. Die letzte Abteilung ist der Dom als Marienkirche. Hier sind kostbare Bilder und Skulpturen der Gottesmutter aufgestellt. Im Untergeschoß befindet sich der texile Schatz der Kirche. Hier ist das Hauptexponat der Krönungsmantel. Die Vielfalt der Ausstellungsstücke verdankt die Domschatzkammer der Tatsache, dass der Aachener Dom jahrhundertelang die Krönungskriche war. Es kommen noch weitere Ausstellungsräume hinzu, wo wechselnde Events stattfinden und weitere kostbare Kunstwerke aus dem Domschatz zu sehen sind. In der Schatzkammer werden regelmäßig Führungen angeboten. Aber man kann auch auf eigene Faust die Kammer besichtigen. Aber schon das Eingangsportal zur Schatzkammer ist sehenswert. Drei Skulpturen befinden sich über dem Eingang. Ein interessantes Stück des Marienscheins ist allerdings während des 2. Weltkrieges zerstört worden. Über 500 Jahre gehörte zu dem Inhalt ein Kästchen. Es wurde „Rühr mich nicht an“ genannt. Es war eine 15 cm lange Schachtel. 1356 hatten die Kanoniker des Doms verfügt, dass dieses Kästchen nie wieder geöffnet werden darf. Ein Dekan hielt sich jedoch nicht an diese Verfügung und öffnete die Schatulle. Er wurde umgehend blind.


Rathaus

Wer kennt sie nicht, die Allzeit so beliebte Kurstadt unweit der holländischen Grenze, die Stadt Achen. Jährlich das Ziel vieler Besucher, Touristen und Wellnessurlauber bietet uns diese unweit der Stadt Köln gelegene Kurstadt alles, was für unsere Gesundheit, Erholung und Entspannung gut ist. Achen, eine der wohl am ältesten besiedelten Städte Deutschlands, kann auf eine fast 3000-jährige Besiedlungsgeschichte zurückblicken. Allein schon diese historische Gegebenheit lässt die Schlussfolgerung zu, dass es natürlich in der Stadt auch eine Unzahl von Baudenkmälern und Sehenswürdigkeiten gibt, welche diese geschichtlichen Entwicklungen dokumentieren. Eines der Wahrzeichen und nach dem Aachener Dom, das wohl bekanntestes Bauwerk der Stadt ist das Aachener Rathaus. Schon in seiner äußeren architektonischen Gestaltung, kann der Besucher den Einfluss jahrhunderter Alter Stadtgeschichte erkennen. So ist uns aus der Zeit Karls des Großen, welcher hier in den darauffolgenden Jahren in Aachen seine Kaiserpfalz als Residenz besaß, der Granusturm erhalten geblieben. Die Aachener Bürgerschaft baute auf den Grundmauern der Ruine dieses ehemaligen Karolinger Palais ihr Rathaus im Baustil der damaligen gotischen Zeitepoche. Somit erklären sich auch die verschiedenen Baustile des uns noch heute im Glanz der damaligen Zeit erhaltenen Rathauses. Das im Jahre 1349 eingeweihte Gebäude besitzt jedoch nicht nur dieses einmalige und prunkvolle Aussehen, auch in dessen Inneren kann der Besucher viel Wertvolles entdecken. So sind in den beiden größten Sälen des Rathauses, welches in seinem Inneren mehr den Eindruck eines Stadtschlosses erweckt, unzählige Wandmalereien, Wandtäfelungen und Fresken zu finden. Auch die berühmten und kulturhistorisch unersetzlichen Ausstattunggegenstände des Rathauses, bringen jeden Besucher zum Erstaunen und innehalten. So werden im Rathaus die weltberühmten „Reichskleinodien“ ausgestellt. Diese zeugen von den alten Traditionen der Stadt als historische Reichsstadt und Kaiserpfalz. Ebenso finden sich unter den Ausstellungsstücken das „Raichsevangeliar“, eine unersetzliche Handschrift Karl des Großen und dessen Kaiserinsignien.


Burg Frankenberg

So vielschichtig die Geschichte der Stadt Achen ist, so vielfältig sind auch ihre besonderen Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler. So befinden sich im Gebiet der ehemaligen historischen Altstadt nicht nur die monumentalen Bauwerke der ehemaligen Kaiserpfalz mit ihrem Dom Bau und unzähligen gotischen Kirchen, sondern es befindet sich in der ehemaligen Aachener Neustadt, auch eine aus der Spätzeit der Ottomanen erhalten gebliebene Burg, die Burg Frankenberg. Die Besucher und Touristen der Stadt können diese uns im Original erhalten geblieben Burg, vom Domplatz aus, in nur 10 Minuten Fahrweg mit allen Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Die etwas südöstlich des Domplatzes, im Frankenberger Viertel, gelegene Burganlage wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Vielfach hat man vermutet, dass diese Burg schon in der Zeit Karl des Großen auf sein Geheiß erbaut wurden ist, jedoch haben umfangreiche archäologische Grabungsarbeiten den Beweis erbracht, dass diese Burg erst im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Der Name der Burg bezieht sich auf den mittelalterlichen Begriff „Frank/ bzw. Franke“, welches so viel wie „frei, nicht gebunden bzw. unabhängig“ bedeutet. Ehemals war die Burg der Sitz von Vögten, welche mit der unmittelbaren militärischen Sicherung der unabhängigen Reichsabtei Burtscheid beauftragt waren. Vom Burg Typ her, war die ursprüngliche Burg Frankenberg eine Wasserburg, von dem jedoch heutzutage durch die Bebauung der Stadt nichts mehr zu sehen ist. Die damaligen Chronisten und Stadtschreiber der Stadt Aachen, erwähnen die militärisch gut gesicherte Wasserburg erstmals im Jahre 1352. Die Geschichte der Burg ist von vielerlei Höhen und Tiefen geprägt. So wurde sie mehrmals von Rittern im Mittelalter erobert und wider zurückerobert und in feindlichen Auseinandersetzungen mit den spanischen Truppen in den Jahren des 16. Jahrhunderts mehrmals zerstört. Heute dient die Burg Frankenstein mit ihren Anlagen und Gebäuden als Heimatmuseum der Stadt Aachen. Mit vielen Ausstellungsexponaten beeindruckt sie die alljährlich zahlreich einkehrenden Besucher und Touristen der Stadt Aachen und gibt ihnen einen Überblick über das Leben und die gesellschaftlichen Umstände in und um die Stadt in der Zeit des Mittelalters.




Zahlen & Fakten: Stadtname:
Aachen

Bundesland:
Nordrhein-Westfalen

Regierungsbezirk:
Köln

Landkreis:
kreisfreie Stadt und Städteregion Aachen

Höhe:
173 m ü. NN

Fläche:
160,83 km²

Einwohner:
258.380

Autokennzeichen:
AC

Vorwahl:
0241 / 02403 / 02405 / 02407 / 02408

Gemeinde-
schlüssel:

05 3 34 002



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